Klasse 1/2
Herr Eichhorn und der erste Schnee
Zilveren Penseel 2008, Niederlande
Herr Eichhorn hat den Winter immer verschlafen. Diesmal will er wach bleiben, bis die erste Flocke fällt. Nur: Wie sieht Schnee eigentlich aus? Weiß, nass, kalt und weich soll er sein – und so hält der Igel eine Zahnbürste dafür, Herr Eichhorn eine Blechdose und der Bär eine Socke.
Die verflixten sieben Geißlein
Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018
Der Wolf verkleidet sich als Ziegenmutter und schleicht ins Haus. Doch dort herrscht ein solches Chaos, dass kein einziges Geißlein zu sehen ist. Bevor er fressen kann, muss er erst einmal aufräumen – und auf den Wimmelseiten sucht man mit.
„Hier hat sich der Illustrator mit großer Lust am Chaos ausgetobt.“
Roswitha Budeus-Budde, Süddeutsche Zeitung
Sebastian Meschenmoser ist 1980 in Frankfurt geboren, an der Mosel aufgewachsen und hat in Mainz und Dijon Kunst studiert. Er zeichnet mit Bleistift, Buntstift und Aquarell und malt große Ölbilder, fünfzig davon für Michael Endes „Die unendliche Geschichte“. Dreimal war er für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, in den Niederlanden bekam er den Zilveren Penseel, zweimal kam er auf die internationale White-Ravens-Liste. Er lebt in Berlin – und versteckt sich in fast jedem seiner Bücher selbst.
Text und Bilder: Sebastian Meschenmoser · Thienemann · ab 4
Klasse 3/4 · Mitmachlesung
Vor meiner Tür auf einer Matte
Jeden Tag steht sie wieder auf der Fußmatte: eine riesige, bestens gelaunte Ratte. Sie macht sich breit auf dem Sofa und im Bett, drängelt sich im Bad und am Kühlschrank vor, lärmt und nervt, bis ihrem Gastgeber der Kragen platzt. Dann ist sie weg. Und er vermisst sie. Das ganze Buch ist gereimt.
Krake beim Schneider
Zwei Bilder, zwei Zeilen, eine ganze Geschichte: Ein Känguru zieht endlich aus Mamas Beutel aus – und aus ihrer prallen Einkaufstasche gucken zwei spitze Ohren. Beschwipste Hirsche, bügelnde Waschbären, sonnenbadende Nacktschnecken: lauter Tiere, die verdächtig nach uns aussehen.
„Nadia Buddes Mehrfachbegabung ist unvergleichlich.“
Elena Geus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Nadia Budde ist 1967 in Ost-Berlin geboren, hat erst Schaufenster dekoriert und dann in Berlin-Weißensee und London Grafikdesign studiert. Gleich ihr erstes Bilderbuch, „Eins Zwei Drei Tier“, bekam den Deutschen Jugendliteraturpreis, zehn Jahre später folgte der zweite – für ihr gezeichnetes Kindheitsbuch „Such dir was aus, aber beeil dich!“. Dazu kamen der Hans-Meid-Preis für Buchillustration und 2025 der Uwe Lüders Preis. Sechsmal stand sie auf der Kandidatenliste für den schwedischen Astrid Lindgren Memorial Award.
Text und Bilder: Nadia Budde · Peter Hammer Verlag · ab 4 bzw. ab 5
Eins von beiden liest sie – welches, entscheidet sie noch.
Klasse 5/6 · Lesung mit Live-Zeichnen
Die Legende von Artus
Artus zieht das Schwert Excalibur aus dem Stein und wird König. Mit den Rittern der Tafelrunde erlebt er Abenteuer und Siege – bis Morgana und Mordred Unheil stiften und ein Verrat ihn in einen entscheidenden Kampf zwingt. Erzählt in kurzen Kapiteln, mit comicnahen Bildern und vielen Sprechblasen. Und Bea Davies zeichnet vor Ort live dazu.
„Die dezenten, zwischen Blau- und Rottönen sanft changierenden Illustrationen von Bea Davies verraten nie zu viel und laden auf ganz eigene Weise zum weiterführenden Philosophieren ein.“
Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises, über „Himmelwärts“
Bea Davies ist 1990 in Italien geboren und in Italien, Südkorea und den USA aufgewachsen. Sie hat in New York und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert und lebt seit 2012 in Berlin. Für ihre Bilder zu Karen Köhlers „Himmelwärts“ bekam sie 2025 zusammen mit der Autorin den Deutschen Jugendliteraturpreis und den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Ihren Comic „Super-GAU“ über acht Leben am Tag von Fukushima hat sie allein geschrieben und gezeichnet.
Neu erzählt von Anna Kindermann · Bilder: Bea Davies · Kindermann Verlag · ab 6
Klasse 7/8
Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte
Deutscher Jugendliteraturpreis 2020 · Korbinian – Paul Maar-Preis 2020
Lucie ist fast dreizehn und braucht Geld, um von zu Hause auszuziehen. Also meldet sie sich auf einen viel zu gut bezahlten Gassigeh-Job. Der Hund ist allerdings längst tot, und der alte Herr Klinge sucht eigentlich jemanden, der mit ihm ein geheimes Kochbuch schreibt – mit Drachenherz und Werwolfspucke. Lucie glaubt ihm kein Wort. Und kocht trotzdem nach.
„Eine krachige und mit ebenso viel Wumms illustrierte Geschichte übers Erwachsenwerden.“
Katrin Hörnlein, Die Zeit
Dita Zipfel ist 1981 in Kiel geboren, hat Pommes auf Sylt verkauft, auf Mallorca Kühe gemolken und in Nordfriesland unterrichtet. Seit 2016 schreibt sie Bilderbücher, Theaterstücke, Drehbücher und Romane. Für ihren ersten Jugendroman bekam sie 2020 den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Korbinian – Paul Maar-Preis und das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium, 2017 schon den Hamburger Förderpreis für Literatur. „Brummps“, ihr Buch mit Bea Davies, steht auf der internationalen White-Ravens-Liste. Im Februar 2026 erschien ihr erster Roman für Erwachsene – aus dem liest sie abends. Sie lebt in Berlin.
Text: Dita Zipfel · Bilder: Rán Flygenring · Hanser · ab 12
Klasse 9/10
WEIL.
LUCHS des Jahres 2023
Fünf Berliner Jugendliche fahren aufs Land, um fürs Abi zu lernen. Unterwegs nehmen sie einen Anhalter mit, und weil er rassistische Sprüche macht, setzen sie ihn an einer Tankstelle aus. Am nächsten Morgen steht er mit zwei Männern vor der Tür – und ein Spiel um Macht, Gewalt und Angst beginnt.
„Perfekter Stoff fürs Ethik-Abi, ach was, fürs Leben!“
Katrin Hörnlein, Die Zeit
Martin Muser ist 1965 in Stuttgart geboren, hat an der Hochschule der Künste Berlin studiert, als Journalist gearbeitet und schreibt Drehbücher fürs Fernsehen. Mit „Kannawoniwasein!“ (2018, inzwischen verfilmt) kam er zum Kinderbuch, das Hörbuch dazu bekam den Deutschen Hörbuchpreis. Heute schreibt er vom Erstlesebuch bis zum Jugendroman – und liest so gut vor, dass der Börsenverein ihn 2020 zum „Lesekünstler des Jahres“ kürte.
Martin Muser · Carlsen · ab 14
Inhaltshinweis: Rassismus und Gewalt